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Wer die Zukunft gestalten will, darf sie nicht zerstören

gianlucablasucci
vor 11 Minuten
2 Min. Lesezeit

Brennende Barrikaden, zerstörtes Eigentum und Angriffe auf die Polizei. Die Bilder der Krawallnacht in Zürich machen mich wütend. Nicht nur wegen der Gewalt und der Schäden, sondern auch, weil solche Ereignisse ein falsches Bild vom politischen Engagement junger Menschen vermitteln können.


In unserer Demokratie darf und soll man seine Meinung sagen. Man darf demonstrieren, laut sein, Kritik üben und Veränderungen fordern. Das gehört zu einer lebendigen Gesellschaft. Doch das Recht auf Protest ist kein Freipass für Gewalt. Wer Menschen angreift oder fremdes Eigentum zerstört, überschreitet eine klare Grenze.


Besonders erschreckend ist für mich der Angriff auf eine Polizeipatrouille, die wegen eines medizinischen Notfalls im Einsatz stand. Die Polizisten mussten sich zurückziehen, während ein verletzter Jugendlicher auf Hilfe angewiesen war. Spätestens hier muss jedem klar sein: Gewalt gefährdet Menschenleben und hat mit politischem Engagement nichts zu tun.


Und wer trägt am Ende die Kosten dieser Zerstörung? Für mich ist klar: Wer vorsätzlich Schäden verursacht, muss dafür zur Verantwortung gezogen werden. Es darf nicht sein, dass Geschädigte, Versicherte und letztlich die Allgemeinheit für die Zerstörungswut Einzelner aufkommen müssen.


Was mich als jungen Politiker aber besonders beschäftigt, ist eine andere Frage:

Welches Bild bleibt von meiner Generation zurück?


Während einige wenige mit Gewalt Schlagzeilen machen, engagieren sich unzählige junge Menschen tagtäglich für unsere Gesellschaft. Sie übernehmen Verantwortung, organisieren Projekte, diskutieren politische Fragen und suchen gemeinsam nach Lösungen. Dieses Engagement verdient Aufmerksamkeit und Anerkennung. Es darf nicht im Schatten von Gewalt und Zerstörung verschwinden.


Als Vizepräsident der Jungen Mitte Aargau und Präsident des Jugendparlaments Aargau erlebe ich, wie viel junge Menschen bewegen können, wenn man ihnen zuhört und ihnen Verantwortung zutraut. Deshalb wehre ich mich auch dagegen, eine ganze Generation aufgrund der Taten einiger weniger unter Generalverdacht zu stellen.


Unsere direkte Demokratie bietet uns zahlreiche Möglichkeiten, Veränderungen anzustossen. Wir können Initiativen lancieren, Referenden ergreifen, uns in Parteien, Vereinen und Parlamenten engagieren. Das braucht manchmal Geduld, Ausdauer und die Bereitschaft, andere Meinungen auszuhalten. Aber genau das macht Demokratie aus.


Wer gehört werden will, braucht Argumente, keine Gewalt. Wer die Zukunft verändern will, muss sie mitgestalten, statt sie zu zerstören.



 
 
 

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